Die Autoren

Marcus Franken

Marcus Franken

Als Jugendlicher wollte Marcus Franken, 48, die Welt retten – und hat nach einer prägenden Zeit auf einem radikal-ökologischen Bauernhof das Studium der Umwelttechnik in Berlin gewählt. Der Arbeitsplatz »Ingenieurbüro« war es dann aber doch nicht – und so zog es ihn in den Umweltjournalismus. Nach einigen Jahren als Freier Journalist erfand er mit Kollegen das Umweltmagazin zeozwei, das er bis 2014 leitete. Seine persönliche Ökobilanz: Gut im Großen, oft nachlässig im Kleinen. Die Familie der fünf Frankens wohnt mit einem alten WG-Freund zusammen – so werden viele Geräte und Umweltbelastungen ganz von selbst geteilt. Das Baugruppenhaus ist hocheffizient und der Weg ins Büro wird meist mit dem Rad erledigt. Geflogen ist er schon seit vielen Jahren nicht mehr; das liegt aber auch daran, dass Fliegen mit drei Kindern schnell sehr teuer ist – und Berge oder Nordsee noch lange nicht auserkundet sind. Absolute Perfektion strebt er nicht an: Wenn die Kinder mal Wiener Würste wollen, spart er sich den Vortrag über Massentierhaltung, und wenn sie mal das Licht brennen lassen, denkt er: ist ja immerhin Ökostrom. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen im Nachhaltigkeitsbereich zählen unter anderen „Berichte aus der Zukunft“ und „Wirtschaft im Zukunftscheck“.

Monika Götze

Monika Götze

Mit Begeisterung für Bücher begann es. Als studierte Bibliothekarin zog es Monika Götze, 49, dann aber zu den Umwelt-Ingenieuren und mit fertigem Diplom als Energieexpertin zur Boston Consulting Group (BCG). Heute leitet sie das Büro eines Umwelt- und Energiepolitikers und schreibt Bücherrund ums Weltretten, etwa das »Energiesparbuch« der Stiftung Warentest. Ihre persönliche Ökobilanz: Mit Mann und Kind wohnt es sich im Altbau dank dicker Wände und effizienter Geräte recht energiesparsam. Aufs Lichtausschalten und Kühlschrankschliessen achtet schon der Nachwuchs, seit es mit dem »Spar- Watt«-Team 2012 einen Pokal bei den EnergieNachbarschaften gab. Klar, dass es am Küchentisch auch mal ums Klima geht, übrigens nicht immer einvernehmlich: Sie hätte es öfter gerne etwas wärmer in der Wohnung, er schätzt schon mal ein Stück Fleisch auf dem Teller. Gut, dass alle in der Familie regionale Radreisen der Fernreise vorziehen. Mit einem Flug in den letzten 12 Jahren ist die Mobilitätsbilanz überschaubar. Nur zum E-Book-Lesen konnte sie sich trotz besserer Ökobilanz noch nicht durchringen.

Jesko Habert

Jesko Habert

Zwischen Idealismus und Pragmatismus wirft Jesko Habert, 29, einen sozialwissenschaftlichen Blick auf die Herausforderungen der nachkommenden Generation. Nach seinem Studium der Umweltsoziologie in Potsdam und Oslo setzt er das als Autor und Journalist um. Sein Kinderbuch »Pepe und der Pupsroboter« bringt Erstlesern das Problem moderner Transportmittel bei, als Fachjournalist schrieb er zuletzt an mehreren Veröffentlichungen des Bundesverbands für Windenergie mit. Privat setzt er auf den Wertewandel statt starren Verzicht: Fahrrad statt Auto und Zeit statt Dinge sieht er nicht als Selbstzweck – die beste Nachhaltigkeit passiert nebenbei. Als passionierter Weltreisender sind Fernreisen seine Achillesferse: Mit einer selbstauferlegte Drei-Jahres-Regel sucht er den Kompromiss. In »Einfach Öko« war er als Mitarbeiter in Recherche und Redaktion tätig.